Menu
Menü
X

Neuigkeiten aus dem Kirchenvorstand

Kirchensanierung und ekhn2030

Evangelische Kirche Höchst i. Odw. von oben

Evangelische Kirche Höchst i. Odw.

 

Innensanierung Kirche mit Orgel

Die Innensanierung unserer Kirche nimmt weiter Gestalt an. Für die wichtigsten Gewerke wurden Ausschreibungen gemacht, die Fachplaner werden in den nächsten Tagen dem Kirchenvorstand ihre Empfehlungen zu den Vergabe-Firmen vorlegen. Soweit bisher zu überblicken, liegen die günstigsten Angebote durchweg etwas unter den kalkulierten Kosten.

Mittlerweile ist die gesamte Baumaßnahme von der Kirchenverwaltung genehmigt. Die Finanzierung des Eigenanteils der Kirchengemeinde wird zu einem großen Teil aus dem Erlös des Verkaufs des Otto-Koch-Hauses erfolgen. Bis allerdings dieser rechtsgültig erfolgt ist und die Gelder bei der Kirchengemeinde eingegangen sind, muss die Kirchengemeinde einen zinslosen Kredit aufnehmen, der dann kurzfristig zurückgezahlt werden kann. Auch hierfür liegt die Genehmigung vor, sodass Anfang des nächsten Jahres die Aufträge vergeben werden können.

Anfang 2026 wird zunächst die Kirche ausgeräumt (die kleineren Sachen werden in Eigenleistung transportiert – Freiwillige willkommen, für die großen Dinge wie Bänke usw. wird eine Umzugsfirma beauftragt), die Orgel und andere empfindliche, festeingebaute Objekte eingehaust und gesichert und ein Gerüst gestellt. Dann werden vermutlich zuerst die Elektroarbeiten beginnen und danach die Maler- und Verputzerarbeiten folgen. In dieser Zeit ist die Kirche natürlich nicht nutzbar. Die normalen Sonntagsgottesdienste werden wir in dieser Zeit im Otto-Koch-Haus feiern, für besondere Gottesdienste (Vorstellungsgottesdienst oder Konfirmation) werden wir bei der katholischen Kirche anfragen. Der Orgelumbau kann übrigens erst erfolgen, wenn die „staubigen“ Arbeiten abgeschlossen und das Instrument wieder ausgepackt ist. Insgesamt rechnen die Fachleute mit einer Dauer von einem dreiviertel bis zu einem ganzen Jahr.

Für die farbliche und restauratorisch-historische Ausgestaltung des Kircheninneren und der Kunstobjekte haben die Kirchenarchitektin Braunwarth und die Restauratorin Schaack zusammen mit unserer Architektin Gesine Stöcker drei Varianten erarbeitet, die auf frühere Farbkombinationen zurückgreifen und uns kürzlich vorgestellt wurden. Alle beinhalten eine Reduzierung der Farben- und Formenvielfalt in unserer Kirche, die von den Fachleuten als überladen und sehr unruhig empfunden wurde. Alle Vorschläge sehen vor, dass die illusionistischen Malereien an den Wänden (das Scheinmaßwerk und die sandsteinartigen Fensterumrandungen) in unterschiedlichem Maße reduziert bzw. entfernt werden. Alle hölzernen Gegenstände (Orgel, Kanzel, Emporen und Bänke) sollen einheitliche Farbtöne erhalten. Über diese Varianten wird der Kirchenvorstand noch intensiv, möglicherweise auch kontrovers diskutieren, bis eine Entscheidung gefallen ist.

Verkauf Otto-Koch-Haus

Nach längerem Stillstand gibt es neue Entwicklungen beim Verkauf unseres Gemeindehauses an die Kommune. Wie bekannt, will die bürgerliche Gemeinde das Haus mit Außengelände erwerben und zum Kindergarten umbauen. Der Plan ist, dass der Verkauf zum 1.4.2026 erfolgen soll. Bis es aber mit tatsächlichen Arbeiten losgeht, wird noch eine ganze Weile vergehen, da die Kommune noch dringlichere Baumaßnahmen umzusetzen (und zu finanzieren) hat. Bürgermeister Jens Fröhlich hat der Kirchengemeinde zugesagt, dass das Otto-Koch-Haus (und damit auch die Bücherei) bis zum Beginn der Arbeiten weiter nutzen kann.

Mittlerweile wurde das Gebäude schon vermessen und digitalisiert, eine erste Begehung hat mit Fachleuten der Kommune und der Gemeindeübergreifenden KiTa-Trägerschaft (GüT) stattgefunden für die neue Grenzziehung im Außenbereich und eine grobe Einteilung der Raumnutzung.

 

Reformprozess ekhn2030

Auch der Reformprozess ekhn2030, mit dem die Landeskirche ihre Organisation auf die sich wandelnden Rahmenbedingungen und damit auf die Zukunft vorbereiten möchte, geht mit Riesenschritten voran. Durch die Aufhebung der Residenz- und Dienstwohnungspflicht für Pfarrer Andreas Höfeld wurde das Pfarrhaus in Höchst zum 1.12. frei. Die Verwaltungsleiterin Natalia Schitz, die seit 1.10. das Erprobungsprojekt zur Verwaltungsreform betreut, ist vollauf beschäftigt mit der Planungen, wie die Räume für die Sekretärinnen aus den beteiligten Gemeinden aufgeteilt und wie die Aufgaben neu zugeordnet werden. Denn eines der Ziele der Reform ist die Spezialisierung der Mitarbeitenden auf einzelne Fachgebiete, da die Anforderungen mittlerweile so komplex sind, dass ein effektives Arbeiten von einer Allround-Kraft (wie bisher) langfristig nicht möglich sein wird. Parallel kümmert sich Frau Schitz um die Beschaffung von Mobiliar und technischem Equipment – und die Finanzierung des ganzen –, da nur wenig aus den bisherigen Gemeindebüros übernommen werden kann bzw. sinnvoller Weise in den bisherigen Räumen in den einzelnen Gemeinden verbleibt für ehrenamtliche Arbeit vor Ort. Mit dem Umzug der benötigten Akten und des Mobiliars wird eine Fachfirma beauftragt. Vermutlich werden die Mitarbeiterinnen im Laufe des Januars ihre Büros in Höchst beziehen. Pfarrer Höfeld behält in Höchst ein Amtszimmer (dort, wo bisher Ricarda Wachsmann sitzt).

Im Übrigen hat die Steuerungsgruppe, die den Prozess ekhn2030 im Nachbarschaftsraum vorbereitet, die Satzung für die sich neu bildende Gesamtkirchengemeinde im Wesentlichen fertig gestellt. Nach wie vor offen ist die Frage, wie die neue Gemeinde denn heißen soll. Da sind Vorschläge aus der Gemeinde willkommen. Außerdem muss noch der Rat von Experten aus der Kirchenverwaltung eingeholt werden, inwieweit Themen wie die Diakoniestation in Breuberg und eine zweckgebundene Stiftung in die Satzung mit aufzunehmen sind.

Für den Kirchenvorstand: Jürgen Paul


top